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Der Verdacht auf Endometriose entsteht meist wenn eine Frau vorerst unklare, meist zyklische Schmerzen im Unterleib entwickelt, sie an unerfülltem Kinderwunsch leidet oder zufällig im Rahmen einer gynäkologischen Tastuntersuchung oder mit Ultraschall eine Raumforderung im kleinen Becken festgestellt wird. Endometriose kann unter Umständen keinerlei Symptome verursachen!
Auf keinen Fall korrelieren die Intensität der Symptome mit dem tatsächlichen Ausmaß einer Endometriose!
Die Schmerzen im Unterleib ereignen sich meist vor oder während der Regel oder während des Geschlechtsverkehrs. Andere Hinweise sind Darmkrämpfe, kleine Blutungen ("=Spotting") vor der Regel, häufige und verstärkte Menstruationsblutungen, Schmerzen beim Urinieren und eventuell blutiger Harn. Fast immer kommt es zu sehr schmerzhaften Regelkrämpfen, die im Laufe der Jahre noch schlimmer werden. Andere Frauen klagen über andauernde Empfindlichkeit und Schmerzen im Unterleib mit Ausstrahlung in die Lendenwirbelsäule und in die Beine. Typischerweise werden diese Symptome werden der Regel oder beim GV deutlich verstärkt.
Die Ursache für die Schmerzen liegt möglicherweise in den kleinen Blutungen in das angrenzende Gewebe die am Ende jedes Zyklus erfolgen. Diese direkte Irritation und die Freisetzung von verschiedenen Substanzen welche auch Schmerzen verursachen (z.B. Prostaglandine) verursachen einen chronischen Entzündungsprozess. Diese chronische Entzündung wird im Laufe der Jahre immer schlimmer und die Schmerzen dadurch heftiger. Es kommt zu Verwachsungen und dadurch auch zu Kinderlosigkeit.
Der Gynäkologe erkennt bei der Tastuntersuchung schmerzhafte, verdickte oder "verbackene" Formationen, welche meist von den Eierstöcken ausgehen oder direkt an die Gebärmutter angrenzen. Typischerweise sind oft schmerzhafte Knötchen im Douglas (Raum direkt hinter der Gebärmutter) zu tasten. Weitere Hinweise für das Vorliegen einer Endometriose erhält der Arzt meist durch eine Vaginale Ultraschalluntersuchung und eventuell durch eine Blutabnahme (Erhöhtes "CA-125").
Die endgültige Diagnose einer Endometriose kann aber nur durch eine Operation (meist Bauchspiegelung) erfolgen!
Die Einteilung der Schwere der Erkrankung erfolgt in Stadium I bis IV. Ausschlaggebend ist dabei der Befund im kleinen Becken der während der Operation erhoben wird.
Ziel der Operation ist jedoch nicht nur die Diagnose sondern gleichzeitig
auch die möglichst radikale Therapie!
Hierbei werden möglichst alle Endometriosearele entfernt oder zerstört.